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Führen
Wollen Menschen geführt werden? Jeder von uns braucht einen klaren Rahmen, mit dem er eigenständig sein kann. Bewusst oder unbewusst bewegen wir uns ständig in solchen Rahmen. Meistens nehmen wir die Grenzen erst bewusst wahr, wenn sich etwas in diesem Rahmen verändert.
In unserer Beratungspraxis dürfen wir Kunden bei unterschiedlichen Anforderungen des Changemanagements helfen und aus diesem Grund haben wir ein paar Besonderheiten zum Thema Führen und Führung für Sie zusammengefasst:

Wir führen ständig!
Ist es unser Leben oder unser Lebensstil oder sind es unsere Kinder, die einen Weg gehen wollen - wir führen meist unbewusst und helfen anderen in unserem Umfeld, Aufgaben und Anforderungen erfolgreich zu meistern.
Dass Führen aktiv wahrgenommen wird, ist eine Sonderform. In den meisten Fällen sucht man bei jemandem Rat und der Ratgebende kann auf die Frage inhaltlich Stellung nehmen, aber meistens führt er denjenigen unbewusst. Straffe Führung oder "harte Hand" sind Beispiele einer bewussten Führung, die wir z. B. aus Zeiten des Militärdienstes als klare Befehlsfolge kennen und die uns in bestimmten Rahmenbedingungen als notwendig erscheinen. Im Gegensatz dazu wäre eine antiautoritäre oder sogar anarchische Führungsform zu beschreiben, die z. B. in Geschäftsmodellen im Internet zu finden sind und auch eine Daseinsberechtigung haben.
Störend erfassen wir bewusst z. B. das Thema einer mangelnden Führung oder einer Irreführung. In dem Moment gehen unsere natürlichen Abwehrmechanismen in eine Warnstellung - wir werden zögerlich und bestimmte Vorhaben dauern überproportional lange. Im Extremfall schwindet Vertrauen und wir blockieren weitere Vorhaben.
Im Gegenzug dazu investieren Firmen in gute Mitarbeiter und Führungskräfte, um einen soliden Rahmen zu erzeugen, in dem alle Mitarbeiter, Partner und Kunden sich wohl fühlen und in dem möglichst wenige Blockaden das Tagesgeschäft bzw. das unternehmerische Ziel behindern. Firmen nutzen dabei Leitbilder und eine offene Kommunikationsstruktur, um aktiv das Vertrauen der Mitarbeiter zu unterstützen bzw. sicher zu stellen.

Sie wollen führen? Also wollen Sie sich im Klaren sein, was und wohin Sie führen möchten. Die Fachliteratur nennt das die Führungsobjekte und man kann es in drei Untergruppen gliedern:

Durchstöbert man die Literatur, kommt man schnell zum Schluss: "Kommunikation ist Führung."
Ganz so einfach ist es nicht. Basierend auf einem soliden Leitbild bzw. einer Führungsstrategie lernt die Organisation die Wechselwirkungen der Führung Schritt für Schritt. Damit bekommt man einen gewissen Führungsrhythmus und eine erste gelebte Struktur. Die Leitbilder kann man weiter entwickeln bis hin zu Symbolen und anderen Wiedererkennungsmerkmalen. Plakativer Inbegriff der Führung sind z. B. aus den mittelständischen Unternehmen der Unternehmer gleich Vaterfigur (Fauna: der Silbernacken, das Alpha-Tier) oder die Unternehmerin als mütterlicher Instinktgeber, mitunter sogar "graue Eminenz".
Am Ende ist es immer eine Partnerschaft, die auf Vertrauen, Ehrlichkeit und zielgerichtete Zusammenarbeit basiert. Sollte das einmal in ein Ungleichgewicht geraten, sind auch beide Seiten gleichermaßen gefordert, dort die Symbiose wieder herzustellen. In größeren Organisationen findet man auch Sonderformen bis hin zur Matrixorganisation. Hier empfindet der Geführte "Zug und Druck" aus unterschiedlichen Dimensionen mit sich nicht immer ergänzenden Zielsetzungen. Am Beispiel dieser Matrixorganisation wird begreifbar, dass Kommunikation schon eine wichtige Grundlage moderner Führung ist, aber eben auch die Balance zu anderen Führungsmethoden das Zusammenstreben erst richtig erfolgreich macht.
© 2001 - 2010 Lutz Jansen Unternehmensberater BDU | Diese Seite verschicken |
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